Michèle Sandoz
- 24.05.2026
Am Anfang jeder Kreation von Grégoire Vorpe steht eine Reflexion über die Technik. Es ist also eher das „Wie” als das „Was”, das jedem Werk zugrunde liegt. Der Künstler liebt es, Abwechslung zu schaffen, und zwar auch in seinen Methoden: Stempelkissen, Ölkreide, Acrylfarbe, Collagen aus Plastik, Lego oder Etiketten. Wenn man Grégoires Bilder in einem Raum sieht, könnte man meinen, es handele sich um Werke verschiedener Künstler. In jedem Fall haben seine Werke einen gemeinsamen Nenner: Es handelt sich um eine Vielzahl kleiner Elemente, die ein größeres Ganzes ergeben.
Der zweite Aspekt des Schaffensprozesses betrifft die Botschaft. Jedes der Werke bezieht sich mehr oder weniger offensichtlich auf eine Fehlentwicklung unserer Gesellschaft: Irrwege der Globalisierung, künstliche Intelligenz, Umweltverschmutzung durch Plastik, Einflussnahme von Marken, Verarmung des Ökosystems usw. Ohne ein Aktivist der ersten Stunde zu sein, sorgt Grégoire Vorpe dafür, dass seine Kreationen Fragen aufwerfen und eine Debatte anstoßen.
Sobald die Technik und das Motiv festgelegt sind, steckt Grégoire seine ganze Energie in die Umsetzung. Diese ist präzise und mühsam. Er möchte, dass das Ergebnis den Zeitaufwand widerspiegelt und vor allem die Leidenschaft erkennen lässt, die er in seine Werke steckt.
Was die allgemeine Ästhetik der Werke angeht, so wünscht sich der Künstler, dass sie harmonisch ist und Begeisterung und Emotionen weckt.
Vaud